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Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Montag, 23. Januar 2012

Furioser Start ins Jazzjahr 2012 in Gladbeck - Boogie vom Feinsten und Standing Ovations

von Jürgen Perplies


Was für ein heißer, furioser und begeisternder Start ins neue Jazzjahr mit Blues und Boogie Woogie vom Feinsten: das war die einhellige Meinung der Besucher des ersten Jazzfrühschoppens am Sonntag im rappelvollen Foyer der Mathias-Jakobs-Stadthalle. Da wurde mitgewippt, mitgeklatscht und getanzt. Keiner konnte still auf den Stühlen sitzen bleiben oder an den Stehtischen stehen. Und zum Abschluss gab es nach zwei Zugaben Standing Ovations für eine der besten deutschen Boogie-Formationen, der Boogie Connection aus dem Breisgau.


Thomas Scheytt (Piano), Christoph Pfaff (Gitarre und Gesang) und Paul Weidlich (Schlagzeug) boten eine heiße Mischung aus Blues, Boogie, Rhythm 'n' Blues und Soul. Nicht von ungefähr steht die Formation ganz oben auf der Wunschliste des Gladbecker Publikums.

"Wenn der Boogie nicht in Amerika, sondern im Schwarzwald entstanden wäre, dann stünde als Geburtsstätte Freiburg in den Jazzlexika, und die Musik würde dann so klingen, wie sie die Boogie Connection spielt“, diese Rezension des Jazzpodium Deutschland unterstrich das Gladbecker Publikum und bat den Jazzclub, die Band auch für das nächste Jahr zu verpflichten.





 


Solothurner Zeitung
- 07.09.2011

Hochklassige Band am Jazz-Fest in der Schönegg

Absolut volles Haus und eine hochklassige Band an der Pro Jazz-Matinee am Sonntag. Die Boogie Connection aus Freiburg im Breisgau überzeugte mit Boogie-Woogie, Bluestiteln, Ragtime und elektrisierendem Rock'n Roll.
Thomas Scheytt am Piano zuzusehen ist eine wahre Augenweide. Er verfügt über ein herausragendes, durch die klassische Ausbildung erworbenes Können. Zuweilen wie in Trance schwelgt er im Bluesfeeling und bearbeitet die Tastatur seines Instrumentes in atemberaubender Manier. Der Gitarrist und Sänger Christoph Pfaff steht ihm in keiner Weise nach. Seine Soli auf dem Saiteninstrument klingen brillant und die Verschmelzung seines Gesangs mit dem Gitarrenspiel ist äusserst stimmig. Am Schlagzeug wirkt Hiram Mutschler als Verbindungselement zwischen den Instrumenten und als eloquenter Drummer, der in lauten und leisen Sequenzen Grossartiges leistet

Publikum aus dem Häuschen
Das Publikum war aus dem Häuschen, wobei dieser Ausdruck im Bezug auf das Jazzlokal von „Pro Jazz Grenchen“ eine Untertreibung darstellt. Spontan tanzten einige Konzertbesucher zu den Klängen der drei Solisten. Der Applaus der Anwesenden führte am Ende zu mehreren Zugaben. Die Matinee wird bezüglich Qualität und Konzertdauer in die Geschichtsbücher von Pro Jazz eingehen..


 


Westdeutsche Allgemeine, Mittwoch, 25.05.2011


"Blues und Boogie vom Feinsten"

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Holsteinischer Kurier, 23. Mai 2011


"Boogie Connection" brachte Saal zum kochen
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Dienstag, 13.07.2010
Boogie-Woogie und Blues heizen ein

Ein Musikerlebnis besonderer Güte bot
das Trio Boogie Connection mit einem
Feuerwerk an Boogie und Blues.


Büsingen Zu einem eigentlichen Mekka für zahlreiche Fans und Liebhaber des mitreissenden Boogie-Woogie und klassischen Blues verwandelte sich am Sonntag das bekannte Ausflugsrestaurant Waldheim bei Büsingen. In Zusammenarbeit mit einem regionalen Sponsor wartete Restaurateur Andreas Scheid mit seiner Familie mit einer fantastischen Jazz-Matinee auf und verwöhnte die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Kaum zu überbietendes Highlight
Dank der Verpflichtung des international renommierten Trios Boogie Connection aus Freiburg im Breisgau war ein Highlight zu hören, das in Bezug auf das spieltechnische Können sowie die faszinierende Live-Atmosphäre kaum noch überboten werden kann. Das im Herbst 1991 gegründete Erfolgstrio war am Vorabend noch vor rund 4000 Besuchern am 26. Open Air «Jazz uf em Platz» in Muttenz aufgetreten. So liessen es sich ein paar Baselländer Fans denn nicht nehmen, an diesem Sonntagmorgen erstmals in ihrem Leben nach Büsingen zu fahren, um dort in der geräumigen, schönen Gartenwirtschaft genau auf der Grenzlinie zwischen Deutschland und der Schweiz das Konzert zu verfolgen. Bereits der dynamische Auftakt mit «China Boogie», einer packenden Eigenkomposition des brillanten Pianisten Thomas Scheytt, liess eine tolle Publikumsstimmung aufkommen.
Alle Register gezogen
Obwohl das dreistündige Konzert nur Boogie-Woogie, Blues und ein paar kurze Pausen beinhaltete, zogen die drei leidenschaftlichen Vollblutmusiker alle Register, und die einzelnen Themen folgten Schlag auf Schlag. Dabei führte der sowohl ausdrucksvolle wie einfühlsame Sänger Christoph Pfaff auch noch mit interessanten Erläuterungen durch das abwechslungsreiche Programm. Er bildet in seiner zusätzlichen Eigenschaft als kongenialer Solo- und Begleitgitarrist sowie als ausdrucksstarker Blues-Harper zusammen mit dem gleichfalls vitalen Tastenvirtuosen Thomas Scheytt seit 18 Jahren das musikalische Rückgrat dieses exzellenten Trios, das eine europaweit wachsende Fangemeinde hat. In dem famos swingenden Schlagzeuger Hiram MutschIer steht ihnen ein verlässlicher Rhythmiker zur Seite, dessen kraftvolle Drums-Solos auch im «Waldheim» wiederholt aufhorchen liessen. Trotz der heissen Witterung braute das spielfreudige Trio vor dem lebhaft mitgehenden Auditorium eine derart mitreissende Mischung aus Blues, Boogie, Rhythm-n-Blues bis zu Soul eines Ray Charles auf, dass der spontane Beifall auf offener Szene immer zahlreicher wurde.
Akustik- und Elektrogitarre
Interessant war auch zu beachten, wie stilgetreu Christoph Pfaff jeweils zwischen akustischer und elektrischer Gitarre wechselte, wenn er einen archaischen Blues von Robert Johnson oder eine Nummer wie «Roll Over Beethoven» im Stil des Altmeisters Chuck Berry interpretierte. Einige stürmisch verlangte Zugabenummern beendeten ein sensationelles Live-Erlebnis.





Montag, 29. März 2010

Die Musiker legten sich kräftig ins Zeug


Zum Mekka für Blues-, Boogie- und Dixie-Fans wurde
am Wochenende die Zimmerberghalle in Beringen.

von Gustav Sigg

Beringen Die zahlreichen Liebhaber des traditionellen Jazz, Rhythm and Blues sowie des Boogie-Woogie kamen bei den 23. Beringer Jazztagen wieder voll auf ihre Kosten. So wurde die Happy-Blues-Night vom Samstag von der bis dato unbekannten jungen dynamischen Rock`n`Roll Band «The Fires» eröffnet. Zu erfahren war da, dass das aufstrebende Trio seit 2007 bereits über 100 Konzerte gegeben hat, deren packende Musik stark vom farbigen Altsaxofonisten Louis Jordan und von der ursprünglichen Rock-n-Roll-Musik der 50er-Jahre geprägt wird. Es ist zu begrüssen, dass die rührigen Organisatoren wieder zur ursprünglichen Philosophie zurückgekehrt sind, in der Zimmerberghalle neben ein paar Super- Top-Acts auch jeweils wieder ambitionierten oder weniger bekannten Bands aus dem In- und Ausland eine Auftrittsform zu bieten.(…)

Die verlängerte Blues-Night gipfelte in einer heissen Mischung aus Blues, Soul, Boogie-Woogie und totalem Rhythm`n`Blues, wie man sie einzigartigerweise nur mit der schweisstreibenden «Boogie Connection» aus Freiburg/Breisgau erleben kann. In diesem zeitlosen Musikgenre sind Christoph Pfaff (Gitarre, Vocals, Harp), Thomas Scheytt (Klavier) und Hiram Mutschler (Schlagzeug) nach wie vor die unerreichten Könige der internationalen Live-Jazz-Szene.




Braunschweiger Zeitung

Montag, 8.März 2010


Schwarzwald- Blues und -Boogie in der Palmerie

Wolfenbüttel. Da lachte das Herz der Bluesfans in der Palmerie: Boogie, Blues und Rock vom Feinsten brachte das Trio Boogie Connection aus Freiburg.

Eingeladen hatte die Wolfenbütteler Jazz-Initiative zu ihrem allmonatlichen Konzert. Und das schon zum zweitenmal nach 1999. Die dreiköpfige Band - Thomas Scheytt (Piano), Christoph Pfaff (Gitarre, Gesang) und Paul Weidlich (Schlagzeug) - stellte wieder unter Beweis, daß sie zur Zeit zum Besten gehört, was in diesem Genre in Deutschland unterwegs ist. Scheytt glänzte auch in Wolfenbüttel und zeigte, daß er einer der Besten deutschen Boogiepianisten ist. Sänger und Gitarrist Pfaff, brilliant und filigran auf den sechs Saiten, überzeugte mit gefühlvollem und rockigem Gesang.

Stimmung und Atmosphäre im gut besuchten Wolfenbütteler Jazzdomizil an der Schweigerstraße waren vom Feinsten - wie die Musik des „Schwarzwald - Trios“.


Offenbach-Post

11.03.2010


Vorgeschmack auf die Seligenstädter Jazztage

Boogie Connection begeistert mit vielseitigem Spiel


Seligenstadt (sig) - Nervosität beim veranstaltenden Kunstforum am letzten Donnerstag -denn ein Stau auf der Autobahn ließ das Trio Boogie Connection aus dem Breisgau erst im letzten Augenblick den bereits brechend vollen Gewölbekeller des Schalander erreichen.

Es ging gleich intensiv zur Sache mit Thomas Scheytt (Piano), Paul Weidlich (Schlagzeug) und dem mitreißend aufspielenden Gitarristen, Sänger und Bandmanager Christoph Pfaff, der erst am Vorabend aus Kambodscha eingeflogen war. Das Piano und der Hocker von Thomas Scheytt erbebten, als er in die Tasten griff – assistiert von Drummer Paul Weidlich, der mit roten Plastikbesen über das Fell strich und Bambusstäbe verwendete, um nicht die beiden anderen Musiker zu übertönen. Bei seinen furiosen Soli allerdings griff er auf Holz zurück.

Nach jedem Titel schlug dem Trio begeisterter Beifall entgegen und nach den Zugaben wurden die Musiker mit langanhaltenden Ovationen verabschiedet. Kein Wunder, daß man nach solch einem Erlebnis schon sehr auf die Seligenstädter Jazztage gespannt ist, die vom 3. bis 5. September erstmals in den Gewächshäusern der Gärtnerei Löwer stattfinden werden.




Südkurier


Montag, 09. November 2009




Diese Nacht gehört dem Blues und Boogie





Christoph Pfaff: Begnadeter Gitarrenvirtuose
mit druckvoller Blues-Stimme.
Bilder: Siebold


Ausverkauft: Wer zu spät kam, hatte das Nachsehen bei der 17. Blues & Boogie Woogie Gala am Samstagabend im Kursaal. Bereits im Vorverkauf waren die Eintrittskarten wie warme Semmeln weggegangen. Kein Wunder bei der brisanten musikalischen Mischung, die die Boogie Connection aus dem Breisgau und Pete Haycock's True Blues aus Großbritannien auf die Kursaalbühne zauberten.
„Wir verneigen uns vor Karlpeter Schmid“, dankte Gitarrist Christoph Pfaff am Ende des zweiten Sets der Boogie Connection Organisator Karlpeter Schmid und löste beim Publikum zustimmendes Gejohle aus. Schließlich hatten sie dem Macher der Bad Säckinger Veranstaltungsreihe den musikalischen Hochgenuss zu verdanken, den die drei Breisgauer Musiker in atemberaubendem Tempo zelebrierten.
Noch spartanischer geht es nicht: Ein Piano, eine Gitarre und ein Schlagzeug – mehr braucht es nicht, um die Fans binnen kürzester Zeit von ihren Stühlen zu holen. Der Mischung aus Blues, Boogie, Rhythm'n'Blues und Soul konnte keiner widerstehen und schon gar nicht dem ungezwungenen Spiel der drei Vollblutprofis. Legt Thomas Scheytt am Piano erst einmal los – unterstützt von Hiram Mutschler am Schlagzeug, ist der ganze Musiker in Bewegung. Jede Faser seines Körpers tanzt im Rhythmus mit seinem Spiel, der Pianohocker hüpft auf und nieder, die Finger rasen über die Tasten. Wesentlich ruhiger agiert Gitarrist Christoph Pfaff. Er ist Musiker und humorvoller Entertainer zugleich. Sein intensives Gitarrenspiel und sein Gesang verschmelzen ein ums andere Mal zu einer gefühlvollen Einheit – sein charmant eingesetztes Lächeln haut die weiblichen Fans schier um.
Ganz anders Pete Haycock's True Blues. Ihr Spiel ist längst nicht so temporeich und wild, längst nicht so tanzbar wie der Boogie zuvor. Es ist vielmehr purer Hörgenuss, ungeheuer intensiv und druckvoll, schlichtweg fesselnd. Haycock's charakteristisches Lead- und Slide-Gitarrenspiel fordert auf zum gebannten Hinhören. Fast bewegungslos verharren die Fans jetzt auf ihren Stühlen, lassen sich einfangen vom unter die Haut gehenden Sound des Gitarrenspiels, das mit geprägt wird von Glen Turner, dem einstigen Gitarristen der Joe Cocker Band. Man spürt förmlich die Freude des Musikers und Sängers mit ganz eigener Stimme an seinem Tun.
Dazu Bassist Paul Harriman, groß geworden mit dem „Beat“ in Yorkshire, und Drummer Matthias Ladewig. Alles zusammengenommen ergibt einen mitreißenden Sound, der am Ende des Abends in der Jam-Session gemeinsam mit den Musikern der Boogie Connection mündet.
Und auch wenn sich die Reihen im Kursaal nach Mitternacht schon um einiges gelichtet haben, die, die da geblieben sind, können einfach nicht genug kriegen. Die Fans fordern vehement eine Zugabe nach der anderen. Aber auch für sie muss dann irgendwann diese 17. Blues & Woogie Gala zu Ende gehen – natürlich mit stehenden Ovationen.



Mainzer Rhein Zeitung

Montag, 19.10.2009


Rhythmus ließ das Haus erbeben

„Boogie Connection“ riss Publikum bei ihrem fulminanten Auftritt mit


MEISENHEIM. Boogie, Blues und Rock`n`Roll ließen das Brauhaus erbeben. Für dieses Beben zeichnete das Trio „Boogie Connection“ aus Freiburg verantwortlich.

Mit seinem Mix aus musikalischen Leckerbissen brachte die Gruppe um Boogie- und Blues-Pianist Thomas Scheytt das Publikum im voll besetzten Brauhaus schon mit dem zweiten Titel zum Mitklatschen. Dass dieses Mitgehen im Verlauf des rund zweistündigen Programms auch so blieb, dafür legten sich neben Thomas Scheytt Christoph Pfaff (Gitarre und Gesang) und Paul Weidlich (Schlagzeug und Percussion) ins Zeug.

Szenenapplaus gab es für die drei Vollblutmusiker bei ihren Solodarbietungen in den Stücken. So erntete Christoph Pfaff, der souverän und unterhaltsam durchs Programm führte, frenetischen Beifall für einen virtuosen „Alleingang“ auf der Mundharmonika.

Neben unsterblichen Rock`n`Roll-Krachern wie „Roll over Beethoven“ spielte die Band aus dem Breisgau auch „Messing Around“ von Ray Charles oder „Lady Be Good“ von George Gershwin, jedoch kongenial in den „Boogie Connection“-Sound umgesetzt. Das Publikum dankte den Musikern nicht nur mit donnerndem Beifall, sondern nutzte die Gelegenheit, um zu den Zugaben am Ende des Abends ausgiebig zu tanzen.

(tdu)




Montag, 10. August 2009



Eine heiße Mischung der "Boogie Connection"


LAUFENBURG/SCHWEIZ. Es ist Samstagabend – eine Stunde vor Mitternacht. Tosender Applaus brandet in der Stadthalle auf. Die drei Musiker machen sich auf, die Bühne zu verlassen. Für eine kurze Pause nur. Dennoch ertönen lauthals Protestrufe. Die Fans wollen mehr. Mehr von der elektrisierenden Spielfreude, mehr von der heißen Mischung aus Blues, Boogie-Woogie und Rock’n’Roll – mehr von der Boogie Connection, die ihre Premiere beim Jazz Festival in Laufenburg feiert.
Mit der erstmaligen Verpflichtung des Trios ist den Machern der mittlerweile 19. Festivalauflage ein wahrer Glücksgriff gelungen. Der minimalistische Bühnenaufbau mit Piano, Drums und E-Gitarre lässt in keinster Weise erahnen, welch Boogie-Feuerwerk wenig später auf die Besucher der Stadthalle herunter prasseln sollte. Das Freiburger Trio braut eine wahrlich heiße Mischung aus Blues, Boogie, Rhythm’n’Blues und Soul. Keiner kann sich dem intensiven Sound entziehen, der spritzig, rhythmisch und temporeich daherkommt.

Die Akteure auf der Bühne scheinen ihre Musik mit jeder Faser ihres Körpers auszuleben – etwa wenn Thomas Scheytt am Piano zu akrobatischen Geschwindigkeitsrekorden aufläuft und Sänger Christoph Pfaff mit seiner Gitarre im inbrünstigen Spiel geradezu verschmilzt.
Dieser druckvolle Sound ist schlichtweg der Hammer.

Hildegard Siebold


Oberpfälzischer Kurier - Dienstag, 5. Mai 2009

Geballte Lebenslust und Temperament


Musik statt Therapie - "Boogie Connection" heizt dem Publikum im Schafferhof ein Neuhaus. (gag)

"Wussten Sie schon, dass man sich keine Antidepressiva kaufen muss, wenn man eine CD mit Boogie-Musik zu Hause hat?" Diese These stellte jedenfalls der Gitarrist und Sänger Christoph Pfaff in den Raum. Und augenblicklich lieferte das Trio den Beweis. Kaum waren die ersten Akkorde erklungen, schon wippte und klatschte das Publikum mit.

Keine Chance mehr für ernste Mienen oder Sorgen. Ein temperamentvoller Pianist, mit unter dem Piano Boogie tanzenden Füßen, flinken Händen und einem Strahlen im Gesicht demonstrierte Lebenslust. Dass diese heiße Mischung aus Blues, Boogie, Rhythm'n'Blues und Soul ansteckend ist, mussten die Gäste am Schafferhof in Neuhaus am eigenen Leib erfahren. Der fetzende Boogie-Rhythmus riss bereits beim zweiten Titel das Publikum zum Sitzboogie hin: unter den Tischen tanzten sogar Füße, die sonst vielleicht gar nicht wissen, wie das geht.
Voller Dynamik
Mit dem langsameren "Ain't Nobody's Business" der Blues- und Jazzgröße Jimmy Witherspoon kam kurzfristig nochmals eine ruhigere Stimmung in den Saal. Doch bei dem Stück über die temperamentvollen Damen in Mexiko "They're Red And Hot" von Robert Johnson, großartig interpretiert von Christoph Pfaff, war es endgültig vorbei. Die ersten Tänzer hielt es nicht mehr auf den Stühlen, die lebenslustige Stimmung war zu ansteckend. Chuck Berrys "Roll over Beethoven" krönte den Temperamentsausbruch. Übermütig turnte Pianist Thomas Scheytt auf seinem Pianohocker. Sein ganzer Körper steckte voller Dynamik, und das Publikum reflektierte das strahlende Lachen.

Das Freiburger Trio mit dem Pianisten Thomas Scheytt, dem Gitarristen und Sänger Christoph Pfaff und dem Drummer Paul Weidlich gibt es bereits seit 18 Jahren. Scheytt, wohl einer der derzeit besten Blues- und Boogie-Woogie-Pianisten Deutschlands, spielte als Pfarrerssohn schon früh Orgel und Klavier. Sein Studium der Philosophie führte ihn zum Blues. Gitarrist Pfaff entdeckte schon mit 14 Jahren den Blues. Auftritte mit Größen der internationalen Bluesszene wie Katie Webster, Champion Jack Dupree oder Willie Perryman gehören zu den Höhepunkten seiner Musikerlaufbahn. Seine Interpretation von Aretha Franklins "Dr. Feelgood" war astreiner Blues mit ganz eigenem Stil.
Rasende Hände
Drummer Paul Weidlich tauschte zum Ende hin das Schlagzeug gegen die Cajon, um darauf einen Boogie Woogie zu begleiten. Seine rasenden Hände beim Solo auf diesem Instrument begeisterten das Publikum. Die drei Musiker leben ihre Leidenschaft für Blues, Boogie, Ragtime und Rock'n'Roll. Konzerte in ganz Europa mit internationalen Bluesgrößen, Rundfunk- und Fernsehauftritte, Festivals und Jazzclubs sind ihr Spielraum. Sie verstehen es in der Tat, mit emotionsgeladener Life-Atmosphäre und unbändiger Spielfreude ihr Publikum zu elektrisieren.


S i e g e n e r Z e i t u n g - M o n t a g , 3 0 . M ä r z 2 0 0 9

Wie aus einem Guss

Boogie Connection präsentierte im Lÿz glücklich machende Musik

Das aus zwei Badensern und einem Schwaben bestehende Trio Boogie Connection
wurde im Lÿz enthusiastisch gefeiert. Foto: hel

hel Siegen. Musik macht glücklich. Insbesondere ultrascharfer Boogie Woogie, spannender Blues und prächtig abgehender Rock ’n’ Roll erhöhen den Ausstoß von Glückshormonen. Davon profitierten die gut 100 Besucher des ersten Siegener Auftritts der Boogie Connectionin exzellentem Maße, die sich von dem tollen Sound des Trios mitreißen ließen.

Klein war das Schlagzeug des Drummers Paul Weidlich, die Gitarren von Christoph Pfaff vom intensiven Gebrauch abgewetzt. Dafür glänzten die Lackschuhe des Pianisten Thomas Scheytt, der mit seinem schwarzen Schnurrbart so verschmitzt dreinschaute wie Groucho Marx. Das Spiel des Schwaben war so stimmig und von enormer Spielfreude geprägt, wie das seiner badischen Mitstreiter.

Wie aus einem Guss agierte das in Freiburg beheimatete Trio, das trotz 18-jährigen gemeinsamen Agierens noch nicht in Routine erstarrt ist. Noch immer fährt einem der alte Sound mit ewig junger Frische in die Glieder. Lässig schnippte man mit den Fingern, wippte mit den Füßen und ließ das Herz jubilieren.

Christoph Pfaff sang vom Leben auf der Straße, den erotischen Begehrlichkeiten und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Legenden der afroamerikanischen Musik von Robert Johnson und Jesse Fuller über Jimmy Witherspoon und Willie Dixon bis zu T-Bone Walker und Chuck Berry und ihre unvergesslichen Songs waren die Stichwortgeber für den unverwechselbaren Klang und die behände Technik des Trios.
Dabei brachten die Freiburger in sitzender Haltung das Oase-Publikum zum Toben, das sich von ihren vorzüglichen Arrangements bestens unterhalten fühlte.

Neben der Tour durch die amerikanische Musikgeschichte hatte die Boogie Connection, die zwischen Rag und Rock ’n’ Roll, Blues und Boogie alles spielte, auch ein paar eigene Songs in petto, die sich nahtlos in ihr rund zweieinhalbstündiges Set einfügten.

Als sich zu guter Letzt noch der Jazzclub-Vorsitzende und bekennende Boogie-Fan Hartmut Sperl ans Piano begab, um mit Thomas Scheytt den „China Boogie“ vierhändig zu spielen, erreichte die Stimmung im Lÿz den Höhepunkt. Dennoch blieb man relaxt und gänzlich unaufgeregt, dem Boogie Woogie der Musiker bis zum letzten Ton der Zugabe aufmerksam folgend.

Und etwas von dem Glücksgefühl, das die Boogie Connection verströmte, nahm wohl jeder mit auf den Nachhauseweg.


Südkurier - Mittwoch, 18.03.2009

Zuhörer applaudieren fasziniert


Furtwangen (sch) Der einzig reine Musiktermin der Kulturfabrik für dieses Jahr mit der „Boogie-Connection“ wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Der Ansturm war so überwältigend, dass vor Konzertbeginn Stühle schleppen angesagt war. Die Besucher bekamen einen hervorragenden musikalischen Abend geboten und die europaweit gereisten Musiker ließen sich vom begeisterten Publikum zu Höchstleistungen treiben. An den Auftritt vor 17 Jahren dürften sich die Furtwanger wohl nicht mehr erinnern, um den Ansturm zu erklären. Dem Trio scheint jedoch ihr mittlerweile international guter Ruf voraus zu eilen.
Wenn Veranstalter Jacques Barthillat trotz reichlich Schnee einen heißen Abend versprach, so wurde dieses Versprechen vom Gitarristen und Sänger Christoph Pfaff aus Waldkirch prompt in die Tat umgesetzt. Schon mit seiner leicht launigen Begrüßung fand er Zugang zum Publikum und bereits bei dem jamaikanischen Stück „Fine Brown Frame“ konnte man sein virtuoses Saitenspiel genauso bewundern wie die flinken Finger des Pianisten Thomas Scheytt. Mit der Ankündigung „It's Boogie-Time“ und rasantem Pianospiel konnte das Publikum sich von den exzellenten spielerischen Fähigkeiten des Percussionisten Hiram Mutschler überzeugen.
Pfaffs leicht abgegriffene Gibson-Gitarre zeugt von langjährigem Einsatz. Nicht abgegriffen dagegen ist das Repertoire der Gruppe, so auch Jimmy Witherspoons Jazz- und Blues-Evergreen „Ain't Nobody's Business“ mit starkem Part auf der Mundharmonika und ebenso starken Bluespassagen auf der Gitarre – ein Highlight des Abends.
In einem weiteren Bluesstück beschreibt der „King of Delta-Blues“, Robert Johnson, in „They're Red Hot“ die mexikanischen Frauen und vergleicht sie mit der Schärfe von Chili. Bei Charlie Singletons „Help the Poor“ wird die ganze Vielfalt des Trios aufgezeigt. Scheytts Pianoaktivitäten lassen mal den ganzen Körper nebst Tasteninstrument erbeben, während im nächsten Augenblick nur noch sechs, acht oder zehn Finger sanft die Tasten des Klaviers streicheln.
Pfaff als grandioser, sicherer Sänger und exzellenter Gitarrist spielt mal sanfte Rhythmusbegleitung, mal herausstechende Solis und peppt sie nur selten durch Choruseffekt auf, ansonsten pure Handmade-Musik. Mutschler praktiziert anpassungsfähiges Schlagzeugspiel mit viel Sensibilität. Harte Stickschläge oder dezent „rührende“ Besen, das kratzende Geräusch des Tip beim Ziehen über das Becken oder das leichte Anschlagen mit den Fingernägeln zeugt von den Qualitäten des Schlagzeuglehrers.
Auch vor „wüstem Rock'n'Roll“ mit Chuck Berrys „Roll over Beethoven“ oder Fats Dominos Dixielandstück „Margie“ machte das Trio nicht halt. Und wer noch nie die Namen und Musik von „Big Bill“ Broonzy (Key to the Highway) oder dem Taxifahrer und Pianisten Albert Ammons (Boogie-Woogie Stomp) gehört hatte, der konnte seinen Jazz-Horizont erweitern. Ende des zweiten Sets war die Begeisterung für das Trio so weit angestiegen, dass es nach vehementen Zugabeforderungen auch noch ein zweites Zugabeset und als absoluten Dank an die Künstler „Standing Ovations“ gab.


Reutlinger Generalanzeiger, Samstag, 12. Juli 2008

Musik - »Boogie Connection« in der Zehntscheuer

Heißer Mix elektrisiert

MÜNSINGEN. Der gute Ruf ging der Freiburger Band »Boogie Connection« voraus. Zahlreiche Boogie-Abende der heißblütigen Mischung aus Blues, Boogie, Rhythm 'n' Blues und Soul hatten beim Fan-Publikum des Ensembles Wünsche auf Wiederholung geweckt. Entsprechend war der Andrang an der Münsinger Konzertkasse ganz immens - erfreulich für die Veranstalter: Gesellschaft der Musikfreunde Münsingen sowie Förderverein »Bürgerhaus in der Zehntscheuer«.

Zuerst einmal mussten zusätzliche Tische gestellt und Stühle geschleppt werden und schon bevor das Konzert begann, war das Bier an der Getränketheke alle. Den fulminanten Abend musste man mit allen Sinnen erleben - da hilft kein Beschreiben.

Eine Boogie-Blues-Reise durch Jamaikas Kingston Town, New Orleans, Mexiko, San Francisco und - natürlich - Münsingen, eine stimmig soundgeladene, musikantisch mitreißende Band, sicher im Aufbau von Spannung, eine humorvoll launige Ansage, ein hingerissen elektrisiertes Publikum - das sind die Charakteristika des Abends der »Boogie Connection« aus Freiburg im Breisgau mit Pianist Thomas Scheytt, Gitarrist und Sänger Christoph Pfaff und Perkussionist Hiram Mutschler.

Der Rhythmus geht in die Beine

Der locker virtuose Pianist, der grandios wandelbare Sänger und exzellente Gitarrist, der sensibel anpassungsfähig rhythmisch agierende Schlagzeuger - allesamt Vollblutmusiker - präsentierten ihre Begeisterung, ihre Virtuosität, ihr Engagement, ihre Stilsicherheit, ihre Improvisationskunst und steckten damit in kürzester Zeit ihr Publikum an. Kaum einer vermochte ruhig sitzen zu bleiben. Der Rhythmus ging in die Beine, und bald bildeten sich tanzende Gruppen.

»Boogie Connection« ist eine intensiv verschmolzene, kongenial musizierende Band, und dabei erweist sich jeder Einzelne als Musiker mit einzigartiger Gestaltungskraft und individuellen Stärken.

Der Pianist Thomas Scheytt brillierte mit eigenen Solokompositionen (wobei die beiden anderen Ensemble-Mitglieder in gespielter Bescheidenheit die Bühne verließen). Der Percussionist Hiram Mutschler legte mit irrer Kondition ein grandioses Solo hin (wobei er gekonnt die verrückten Bewegungsabläufe »Mr. Beans« persiflierte), und als Christoph Pfaff den genialen Gesangsstil Ella Fitzgeralds humorvoll augenzwinkernd traf, kannte die Begeisterung beim Publikum keine Grenzen mehr.

In aufgeheizter Atmosphäre hätte es endlos Zugaben geben müssen, doch die »herbe Fahrt ins Breisgau« setzte dem Abend ein Ende. Für weitere Zugaben empfahlen die Musiker den Kauf ihrer CD, versprachen aber auch, dass sie sicher einmal wieder nach Münsingen kommen werden. (elk)